Bedrohte Fischbestände steigen
Die Menschheit isst von jeher gerne Fisch, gilt dieser unter anderem als wichtiger Proteinlieferant, und trotzdem war der Begriff bedrohte Fischbestände im Gegensatz zu heute, damals noch ein Fremdwort. Warum? Die Menschen angelten früher den Fisch aus dem Grund, um sich und ihre Familie zu ernähren. In bestimmten Regionen waren zwar bestimmte Fischsorten beliebter als andere, aber trotzdem wurde durch den Eigennutz keine Fischart bedroht. Ganz anders als zur heutigen Zeit: Heute gibt es genügend bedrohte Fischarten. Dies kam vor allem durch die Geldgier der Menschheit zustande. Seit dem 19. Jahrhundert wird der Fischfang als Verdienstquelle angesehen und bestimmte Fischarten stiegen in ihrem Wert extrem an. Zusätzlich führte der technische Fortschritt dazu, dass eine größere Anzahl dieser Fische innerhalb einer bestimmten Zeitspanne gefangen und verarbeitet werden können. Dass diese Fischarten vorrangig gefangen werden, erklärt sich von selbst. Aber genau diese Tatsache führte dazu, dass diese Fischsorten nun als bedrohte Fischbestände angesehen werden müssen. Wird hier nichts am Verhalten geändert, werden diese Fische bald verschwunden sein.
Bedrohte Fischbestände: Diese Fische zählen dazu
Laut den Aussagen von Greenpeace und der WWF sind weltweit ungefähr drei Viertel der Bestände ausgeschöpft. Dies führt dazu, dass bereits heute, 47 Prozent des täglich verzehrten Fisches, künstlich aufgezogen werden. Doch wissen die meisten Menschen nicht, welche Fischarten zu den bedrohten Fischbeständen gezählt werden müssen. Wir möchten aus diesem Grund bedrohte Fischbestände aufzählen: Alaska Seelachs, Dornhai, Steinbeißer, Seewolf und die Dorade müssen zu bedrohte Fischbestände dazugezählt werden. Hierbei handelt es sich um Fischsorten, die man täglich im Tiefkühlfach der Supermärkte findet. Es gibt jedoch noch Fischsorten, die unbekannter sind, aber trotzdem in die Liste bedrohte Fischbestände aufgenommen wurden: Granatbarsch, Hoki, blauer Seehecht, Kabeljau und Heilbutt. Leider mussten auch bestimmte Fischsorten, die fast täglich verzehrt werden, in die Liste bedrohte Fischbestände aufgenommen werden: Thunfisch und Shrimps.
Was kann man gegen bedrohte Fischbestände unternehmen?
Als Konsument kann man darauf achten, welche Fischsorten gekauft und verzehrt werden. Wenn möglich, sollte jeder um die oben genannten Fischsorten, die in der Liste bedrohte Fischbestände stehen, einen großen Bogen machen. Sollte dies nicht getan werden, so wird es bald keine Möglichkeit mehr geben, einen großen Bogen um bestimmte Fischsorten zu machen. Denn in ein paar Jahren oder Jahrzehnten wird es nur noch ausgestorbene Fischarten geben. Um bedrohte Fischbestände zu schützen, schuf der Fischstäbchenhersteller Unilever gemeinsam mit der WWF eine Organisation mit dem Namen MSC. Hauptaufgabe dieser Organisation besteht darin, bedrohte Fischbestände vor dem kompletten Aussterben zu sichern. Unternehmen, die anhand ihres Fischfangs dazu beitragen, dass bedrohte Fischbestände nicht vollends aussterben, erhalten auf ihre Produkte das Gütesiegel, das diese Tatsache bestätigt. Verantwortungsvolle Verbraucher sollten aus diesem Grund nur Fischerzeugnisse mit diesem blauen, ovalen Sigel kaufen.
Bedrohte Fischbestände und deren Zukunft
Solange der Verbraucher kein verantwortungsbewussteres Verhalten beim Verzehr vom Fisch an den Tag legt, wird sich an den bedrohten Fischbeständen nichts ändern. Jeder sollte also darauf achten, welchen Fisch er kauft, aus welchem Meer dieser gefischt wurde oder ob dieser aus einem künstlichen Aufzuchtbecken stammt. Nur auf diese Art und Weise wird es auch in einigen Jahrzehnten noch möglich sein, Fischgerichte ohne ein schlechtes Gewissen genießen zu können. Mehr zu bedrohten Fischbeständen gibt’s bei Greenpeace zu lesen.
Bildquelle:Dieter Groth:Fotolia

04. Aug, 2011 
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